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Der alte Wehrturm (c)Felsmann

07.01.2019

Neujahrsgruß

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesundes neues Jahr 2019! 

Nachstehend veröffentliche ich meinen Neujahrsgruß anlässlich des Neujahrskonzertes der Kulturinitiative am vergangenen Sonntag! 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Klaus Schejna
Bürgermeister

"Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.“ Mit diesem aufbauenden Wort des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry möchte ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, herzlich zum Neujahrskonzert der Kulturinitiative Rodenbach begrüßen.

Ich hoffe, Sie haben angenehme Feiertage erlebt und sind gut ins neue Jahr gestartet. Ein Jahreswechsel bedeutet natürlich keine Zäsur. Aber er lädt doch dazu ein, noch einmal zurück- und schon vorauszublicken und sich zu vergewissern, wo man steht und wohin man gehen will. Das gilt für die einzelnen Menschen wie für eine kommunale Gemeinschaft.

Gerade in einer Kommune ist es von großer Bedeutung, in ständigem Dialog zu stehen und gemeinsam am Haus der Gemeinde zu bauen. Wir brauchen den Dialog, wir brauchen Interessenausgleich und Übereinkünfte, um Rodenbach weiterentwickeln, um große Projekte durchziehen und große Aufgaben bewältigen zu können.

Denn wir haben auch dank unserer soliden Finanzen Einiges vor in den nächsten Jahren. Wenn Sie meine Haushaltsrede gehört oder gelesen haben, wissen Sie es: vom Neubau eines Kindergartens sowie eines Mehrfamilienwohnhauses über die Gestaltung eines Familienzentrums – Rodenbacher Bildungs- und Betreuungseinrichtung (Robbe) - bis hin zur Entwicklung eines ganzen Wohngebietes mit Ärztehaus und Einkaufsmöglichkeiten sowie eines Gewerbegebietes sind wir damit befasst, Rodenbach für die Zukunft fit zu halten.

Ich bin dabei Ansprechpartner für alle, in Rodenbach soll sich niemand übergangen oder abgehängt fühlen. Nur so können wir unsere Zusammengehörigkeit stärken und gemeinsam in die Zukunft gehen.

Meine Damen und Herren, wir sind auf einem guten Weg, Sie wie die Gemeinde. Doch ob unser aller Anstrengungen erfolgreich sind, das hängt auch von Faktoren ab, auf die wir keinen Einfluss haben. In unserer globalisierten Welt wirkt sich die wirtschaftliche und politische Großwetterlage auf jede Kommune und jedes Unternehmen aus.

Meine Damen und Herren, wir leben in einer Zeit vieler Krisen und vieler Umbrüche. Das, worauf wir lange gebaut haben, eine stabile EU, die transatlantische Partnerschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg gezimmerte Welthandelsordnung, ist brüchig geworden; alte Verlässlichkeiten schwinden.

Diese Entwicklung hat nicht erst mit dem Amtsantritt von Donald Trump eingesetzt. Aber mit seiner Präsidentschaft hat sie eine neue Dimension bekommen. In rascher Folge hat Trump ein Abkommen nach dem anderen gekündigt, von Handelsvereinbarungen über das Klimaabkommen bis zum Atomvertrag mit dem Iran. Zudem hat Trump im letzten Jahr Handelsstreitigkeiten mit der EU, wobei er Deutschland noch besonders im Visier hat, sowie mit China und der wirtschaftlich bereits angeschlagenen Türkei vom Zaun gebrochen.

Auch die EU, mit der wir politisch und wirtschaftlich so eng verflochten sind, steht nicht gut da.

In wenigen Wochen wird Großbritannien aus der Gemeinschaft austreten – mit noch immer nicht zur Gänze absehbaren Folgen. Wie werden sich die Handelsbeziehungen zu bislang wichtigen Partnern entwickeln, wohin steuert der internationale Handel?

Für uns heißt das: Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und neuen Grund für eine gute künftige Entwicklung legen. Das gilt für die EU, die sich, wie ich finde, wieder auf gemeinsame Projekte und ihre alten Werte besinnen sollte, das gilt für unser Land und das gilt ebenso für unsere Gemeinde.

Angesichts des immer spürbareren Klimawandels – auch wir waren 2018 ja von der großen Hitze betroffen; angesichts dessen gewinnt es immer mehr an Bedeutung, mehr für erneuerbare Energien und nachhaltiges Wirtschaften, mehr für Umweltschutz zu tun. Mit unserem jährlichen Umweltfest, unserem erfolgreichen Energiemanagement und der Siegelverleihung als „Fair Trade Gemeinde“ vor kurzem leisten wir schon einige Beiträge dazu.

Unsere Gemeinde hat Zukunft, wenn sie ihren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ihren Firmen und Betrieben viel bieten kann. Beides gehört zusammen. Wirtschaftsförderung und Investitionen in Lebensqualität ergänzen sich. Die Menschen profitieren von einer Gemeinde, in der es sich gut arbeiten und lernen, gut wohnen und einkaufen, gut Freizeit genießen und alt werden lässt. Dafür arbeiten wir – und damit können wir punkten.

Meine Damen und Herren, wir können mit Zuversicht nach vorn blicken. Mit Menschen, die leistungsstark, kreativ und innovativ sind,

mit der Bereitschaft, zusammenzuarbeiten und den Grund für eine gute Zukunft zu legen, haben wir eine gute Basis für das neue Jahr. Und ich freue mich auf unsere weitere Entwicklung, meine sehr geehrten Damen und Herren.

Und nun möchte ich allen Mitgliedern der Kulturinitiative Rodenbach unter der Leitung von Helmuth Smola danken, die dieses Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester für uns hier auf die Bühne geholt haben!

Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr und ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.