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16.06.2026

Sprache als Kompass im Alltag: Rodenbacher Kitaleitungen bringen neue Impulse aus Gelnhausen mit

Sprache wird dort gefördert, wo Kinder lernen, spielen und miteinander kommunizieren: Im Spiel und im Dialog mit den Eltern und im täglichen Kita-Geschehen.
Um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse hierzu optimal in die Praxis zu übertragen, besuchten die Rodenbacher Kitaleitungen Ende Mai gemeinsam mit den Kolleginnen der Pädagogischen Fachberatung und der Servicestelle Kindertagespflege den Fachtag „Sprache und Vielfalt in Kitas“ in Gelnhausen.
Zu der Veranstaltung hatte die Zentralstelle für Kinderbetreuung des Jugendamtes des Main-Kinzig-Kreises eingeladen. Gemeinsames Ziel der kreisweiten Fachtagung war es, Sprache nicht als isoliertes Lernprogramm zu betrachten, sondern als festen Bestandteil des täglichen Kitalebens nachhaltig zu verankern.
Während der Veranstaltung wurde schnell deutlich, dass die Rodenbacher Einrichtungen in diesem Bereich bereits hervorragende Arbeit leisten.
Viele der in Gelnhausen vorgestellten alltagsintegrierten Kommunikationsformen werden vor Ort bereits erfolgreich im Alltag gelebt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten den Tag daher intensiv, um diese bestehende starke Praxis im Kreisvergleich zu spiegeln und neue Impulse für die Zukunft zu sammeln.
Ein zentraler Fokus lag dabei auf den Fragen, wie Kitaalltag sprachfördernd und antidiskriminierend gestaltet, kulturelle Vielfalt als Chance begriffen und Familien aktiv als Partner eingebunden werden können.
Konkrete Praxisbeispiele zeigten, wie qualitative Interaktionen, dialogisches Fragen und der bewusste Ausbau des Wortschatzes die Sprachlogik der Kinder im Alltag stärken, während regelmäßige Beobachtungen als Kompass dienen, um jedes Kind individuell abzuholen.
Hochkarätige Fachvorträge lieferten für diese Umsetzung wissenschaftliche und praktische Impulse.
So beleuchtete Herr Wirth vom DeZIM (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung) das Thema Sprache und Diskriminierung aus institutioneller Sicht und gab wichtige Denkanstöße zu Zugangsbarrieren und Selektionspraktiken.
In diesem Kontext wurde deutlich, wie gut Rodenbach hier bereits aufgestellt ist: Durch das zentrale und transparente Platzvergabeverfahren der Gemeinde werden strukturelle Barrieren aktiv abgebaut und Diskriminierung entgegengewirkt.
Großen Anklang fand der Vortrag von Frau Salomon (Fachreferentin und BEP-Multiplikatorin), die eine Brücke zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan schlug.
Ihr Beitrag vermittelte wertvolle dialogische Methoden und praxisnahe Werkzeuge, mit denen theoretische Vorgaben im täglichen Spiel und Dialog direkt lebendig werden.
Darüber hinaus informierte Frau Jander vom Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr im Main-Kinzig-Kreis darüber, wie das Hessische Kindersprachscreening (KiSS) in den Einrichtungen verankert werden kann, um Entwicklungsbedarfe frühzeitig zu erfassen.
Der Fachtag bot allen Beteiligten neue Impulse und fundierte Werkzeuge, um das sprachliche Fundament der Kitakinder in Rodenbach noch verbindlicher und zukunftssicherer zu gestalten.

Kitas Rodenbach
Kitas Rodenbach
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