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01.04.2026


Rodenbach setzt neue Zeichen: Ampelmännchen werden lokal – „Raabruuke“ und „Krumbeern“ erobern die Fußgängerampeln

Foto Ampel mit Ampelmännchen Krumbeern Raabruuke und Bürgermeister Schejna
Foto Ampel mit Ampelmännchen Krumbeern Raabruuke und Bürgermeister Schejna

Rodenbach setzt neue Zeichen: Ampelmännchen werden lokal – „Raabruuke“ und „Krumbeern“ erobern die Fußgängerampeln

Rodenbach geht neue Wege – und macht diese nun auch im Straßenbild sichtbar: Im Zuge der Einweihung der neuen europäischen Kulturwege „Von Raabruke und Krumbeern“ werden die bisherigen Standard-Ampelmännchen in beiden Ortsteilen durch lokal geprägte Motive ersetzt.

Künftig begleiten stilisierte Erdkröten („Raabruuke“) die Fußgängerinnen und Fußgänger in Niederrodenbach sicher über die Straße, während in Oberrodenbach die „Krumbeern“ – Kartoffeln – das Signal geben. Damit greift die Gemeinde bewusst die traditionellen, humorvollen Bezeichnungen der Ortsteile auf und übersetzt sie in ein neues, identitätsstiftendes Element des öffentlichen Raums.

Kulturwege als Ausgangspunkt einer neuen Sichtbarkeit.

Die Maßnahme steht im direkten Zusammenhang mit der Eröffnung des europäischen Kulturwegs „Von Raabruke und Krumbeern“, mit dem Rodenbach Teil des europaweiten Netzwerks „Pathways to Cultural Landscapes“ geworden ist.

Nach über zwei Jahren Vorbereitung verbinden zwei thematische Rundwege die Ortsteile miteinander:

- die „Krumbeern-Schleife“ (14 km, Richtung Oberrodenbach), eröffnet am 21. September 2025,

- die „Raabruke-Schleife“ (11 km, Richtung Niederrodenbach), eröffnet am 12. Oktober 2025.

Beide Routen starten an der Bulauhalle und führen durch die vielfältige Kulturlandschaft Rodenbachs – von historischen Ortskernen über Natur- und Landschaftsräume bis hin zu kulturhistorischen Stationen wie der Barbarossaquelle, den ehemaligen Weinbergen („Wingert“) oder den stillgelegten Steinbrüchen.

Ziel der Kulturwege ist es, die oft unscheinbaren, aber prägenden Spuren der Landschaft und ihrer Geschichte sichtbar und erlebbar zu machen.

Vom Wanderweg in den Alltag

Genau hier setzt die Gemeinde mit den neuen Ampelmotiven an: Was entlang der Wege erzählt wird, soll künftig auch im Alltag präsent sein. Die Begriffe „Raabruuke“ und „Krumbeern“ stehen nicht nur für Spitznamen, sondern spiegeln gewachsene kulturelle Identitäten wider, die bis heute im lokalen Sprachgebrauch lebendig sind.

„Die Kulturwege zeigen, wie reich unsere Landschaft an Geschichten ist – die neuen Ampelmännchen bringen diese Geschichten nun dorthin, wo sie täglich gesehen werden“, so die Begründung von Klaus Schejna, Bürgermeister von Rodenbach.

Ein Augenzwinkern mit kulturellem Mehrwert.

Neben der kulturellen Einordnung setzt Rodenbach bewusst auf einen humorvollen Zugang. Die ungewöhnlichen Ampelmotive sollen nicht nur die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr erhöhen, sondern auch Besucherinnen und Besucher auf die Besonderheiten der Gemeinde aufmerksam machen.

Gleichzeitig entsteht eine durchgehende „Erzählachse“:

Von den Informationstafeln entlang der rund 20 Kilometer langen Gesamtstrecke bis hin zur nächsten Straßenquerung im Ort wird die lokale Geschichte sichtbar, erlebbar – und mit einem Augenzwinkern vermittelt.

Die Umstellung der Ampelanlagen erfolgt schrittweise. Erste Anlagen werden bereits im Umfeld der Kulturwege in Betrieb genommen.

Rodenbach zeigt damit: Wer Kultur erlebbar machen will, muss sie nicht nur erklären – manchmal reicht es, sie einfach auf Grün zu schalten.

Foto Ampel mit Ampelmännchen Krumbeern Raabruuke
Foto Ampel mit Ampelmännchen Krumbeern Raabruuke
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