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25.06.2024

"Fang den Hasen" von Lana Bastasic

Buchcover "Fang den Hasen"
Buchcover "Fang den Hasen"

Die, heute in Serbien lebende junge bosnische Schriftstellerin (1988 geboren) Lana Bastašić, hat mit ihrem Erstling „Fang den Hasen“ großen literarischen Erfolg eingefahren. Der Roman wurde in viele Sprachen übersetzt und bekam 2020 den Literaturpreis der Europäischen Union. Bastašić ist eine Kosmopolitin. Geboren in Zagreb, aufgewachsen in Banja Luka, es folgte ein langer Aufenthalt in Barcelona. Momentan lebt sie in Belgrad (Das Leben sei da billiger als in Barcelona, so die Autorin) und arbeitet an ihrem zweiten Roman.

„Fang den Hasen“ handelt von einer Frauenfreundschaft, gleichzeitig möchte die Schriftstellerin der schönen, leider zerstörten Stadt Banja Luka ein Denkmal setzen. Sara und Lejla heißen die Freundinnen, die gemeinsam aufwachsen. Nach dem Studium trennen sich ihre Wege. Sara geht nach Dublin, Lejla bleibt in der Stadt ihrer Kindheit. Nach zwölf Jahren treffen sie sich wieder und müssen erkennen, wie sehr sie diese Periode voneinander entfernt hat. Die Protagonistin Sara fragt sich, was macht eine Freundschaft eigentlich aus. Sie kommt zu dem Schluss, das wichtigste ist es, sich in den anderen hinein versetzen zu können.

Allein der Titel „Fang den Hasen“ verrät, es ist fast unmöglich.  Gelingt es den Freundinnen in diesem Buch, in die Seele der anderen zu blicken, einander richtig zu verstehen? Hat sich die Freundschaft der beiden Frauen durch die Entfernung tatsächlich verändert? War diese in ihren jungen Jahren inniger? Das sind spannende Fragen, auf die uns der Roman eine Antwort geben möchte.
Zurecht wird Bastašić die „serbische Ferrante“ genannt. Sie schreibt in einer wunderbaren Sprache, die in der Übersetzung von Rebekka Zeinzinger brilliert.

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