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04.06.2024

"Flutwelle" von Mikael Niemi

Buchcover "Die Flutwelle"
Buchcover "Die Flutwelle"

Mikael Niemis Roman aus dem Jahre 2015 kommt daher wie eine Sintflut.  Als Tatort wählt Niemi das Schwedische Kraftwerk Vietas hoch oben im Norden. Bergige, raue, unwegsame Landschaft gebiert raue Bewohner.  Am Damm und in der nahen Stadt Porjus arbeiten und wohnen der Angestellte Barney Lundmark, zwei Wissenschaftlerinnen, die Mutter einer Teenagerin, ein Ehepaar in Scheidung, deren schwangere Tochter. Eine Gruppe Künstlerinnen hält sich gerade zu der Zeit im nahen Wald auf einem Malkurs, genauso Adolf Pavval, der nur an diesem Wochenende zu „Batterien entladen“, wie er es nennt, aus London in seinen Heimatort kommt.  Den ganzen Herbst über hat es in der Provinz Norrbotten geregnet. Mittlerweile haben sich in dem Suorva-Speicher unglaubliche Wassermengen gesammelt. Die Katastrophe ist unausweichlich, es komm zum Dammbruch und die Wassermassen begraben die ganze Landschaft unter sich. Jetzt heißt es für jeden einzelnen, sich in Sicherheit zu bringen. Wird es allen gelingen sich rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu retten? Niemi beschreibt präzise und minutiös wie sich in diesen Minuten der Katastrophe jeder der Anwesenden zu retten versucht. Gleichzeitig entwickelt der Roman eine interessante Charakterstudie. Die Geschichte zieht einen gänzlich in seine Bahn. Auf jeder Seite bibbert der Leser um das Leben der Menschen dort oben in den kalten Wasserfluten.  

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