"Going Zero" von Anthony McCarten
Cy Baker und Erika Coogan waren befreundet und sind nun ein Paar. Gemeinsam betreiben sie die Software Firma „Fusion“. Dort entwickelten sie ein aufwendiges Ortungs-Programm, mit dem sie jeden einzelnen Menschen entdecken können, egal, wo dieser sich gerade befindet. Ihr Werk wollen sie der Regierung verkaufen. Diese ist interessiert. Bevor das Geschäft über zehn Milliarden Dollar zur Unterzeichnung kommt, muss das Fusion-Team beweisen, dass dieses Konzept funktioniert. Fest überzeugt davon, alles würde gelingen, starten Cy und Erika mit ihrer Gruppe Wissenschaftler den Test. Zehn Protagonisten, Zeros genannt, wurden ausgesucht und in das „Spiel“ eingeweiht. Sie müssen versuchen, gegen die totale Überwachung zu bestehen und sich nicht entdecken lassen. Jedem einzelnen wird ein Such-Team gegenübergestellt. Innerhalb 30 Tagen sollen alle zehn mit Hilfe gespeicherter Computer Daten gefunden werden. Die Jagd beginnt mit dem Ausruf „Going Zero“. Die CIA verfolgt den Verlauf der Aktion.
Jede einzelne Verfolgungsjagd wird beschrieben und der Leser erfährt, was für Möglichkeiten die Programme haben, um jemanden zu identifizieren, seine Umgebung, die Gewohnheiten, sein ganzes Leben auszuspionieren. Und es wird die Frage aufgeworfen, wie weit diese Überwachung gehen darf. Es wird gefragt, was tut diese neue Technik Gutes, was zerstört sie. Wo ist die Mitte zwischen Gewinn und Verlust.
Das Buch macht eines deutlich: Die Informationstechnische Systeme sind Alleswisser, Alles-Seher, alles Alles-Hörer und werden sowohl von der Regierung wie auch von der Privatwirtschaft genutzt. Sind Daten da, wird sich deren bedient.
Ein spannender Lesestoff, der in dem zweiten Teil des Buches noch einmal an Fahrt gewinnt.