"Hard Land" von Benedict Wells
Die Kleinstadt Grady in Missouri in den 80-ern. Cameron, Hightower, der mit seinem richtigen Namen Brandon Jameson heißt und Kirstie, sind drei Freunde. Sie haben ihren High-School Abschluss in der Tasche und nach dem Sommer wollen sie zum Studium an die Uni. Sie wollen der Enge der langsam aussterbenden Stadt entfliehen. In diesem Sommer stößt der fast 16-Jährige Sam zu ihnen. Sam hat keine Freunde, er leidet unter Angststörungen und hat zu Hause Probleme. Der wortkarge Vater ist arbeitslos und seine geliebte Mom hat nur noch kurz zu leben. Sams Gefühlswelt pendelt zwischen der Euphorie, endlich in einer Clique aufgenommen worden zu sein und der Melancholie, die aus der Angst um die krebskranke Mutter erwächst. Das sei eine Euphancholie, erklärt ihm Kristie, die gerne Sachen erfindet und bedeutende erste Sätze aus Romanen sammelt. So verwundert es nicht, dass auch der erste Satz von „Hard Land“ dem berühmten ersten Satz Charles Simmons „Salzwasser“ entliehen ist.
In diesem Sommer und mit der Clique wird Sam erwachsen. Er erlebt seine erste Liebe, raucht seinen ersten Joint, besteht drei Mutproben und er lernt zu sich zu stehen. Er schämt sich dann auch nicht mehr für seine selbstverfassten Liedertexte und auch nicht für sein Gitarrenspiel. In diesem Sommer erfährt Sam was die 49 Geheimnissen der Stadt sind und, was es mit dem Gedicht „Hard Land“ des berühmten Dichters der Stadt auf sich hat.
Es ist eine Freude, dieses Buch zu lesen, hat es auch seine traurigen Seiten. Wir begleiten Sam und seine drei Freunde auf ihrem Weg zum Erwachsen werden. Gerade haben sie Superkräfte bekommen doch wissen sie noch nicht, was sie damit anfangen sollen.
Von Benedict Wells sind in der Bücherei noch folgende Titel zum Ausleihen:
Vom Ende der Einsamkeit, wo drei Geschwister den Tod ihrer Eltern überwinden versuchen
Becks letzter Sommer, darin verbirgt sich ein magischer Sommer voller Träume und Musik
und Die Wahrheit über das Lügen, versammelt viele Geschichten