"Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten" von Camille Aubray
Wir starten im Jahr 2016 und eilen mit der Visagistin, die den wunderschönen französischen Namen Céline trägt, zum Jachthafen von Antibes. Unterwegs bekommen wir eine eindrucksvolle Schilderung von der Côte d'Azur. Das macht Lust auf mehr.
Doch bereits auf Seite 13 fallen wir zurück in das Jahr 1936. Wir machen Bekanntschaft mit Célines Großmutter Ondine, einer beeindruckenden Frau. Ondine lebte mit ihren Eltern in einem honigfarbenen Kalksteinhaus. Im oberen Stock wohnte die Familie und im unteren Geschoß betrieben sie das „Café Paradies“. Dort sammelten sich die Ortsbewohner zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Austausch der Neuigkeiten. Als junges Mädchen verliebte Ondine sich in den armen Schiffsjungen Luc. Um die Tochter des angesehenen Kaffeehausbesitzers heiraten zu können, brauchte Luc gutes Einkommen. Um viel Geld zu verdienen, heuerte er auf einem Schiff an. Ab da trennten sich die Wege der Liebenden für lange Zeit.
Dann trat ein großes Ereignis in Ondines Leben ein. Als junge und gleichzeitig exzellente Köchin durfte sie das Mittagessen einem neuen Kunden, einem Pinselschwinger, wie ihre Mutter ihn nannte, in sein Haus bringen. Dieser Pinselschwinger war kein geringerer als der berühmte Maler Picasso. Ab da tauchen wir ein in das interessante Leben dieses Künstlers, folgen dem Schicksal und dem Freiheitsdrang des jungen Mädchens, erleben viele Überraschungen und bekommen wunderbare französische Gerichte serviert. Dabei spielt ein Krug eine bedeutende Nebenrolle.
Aufrichtige Liebe, gelebte Leidenschaft, wahre Kunst, Wunsch nach Freiheit, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen der französischen Riviera sowie die spannende Familiengeschichte, versehen mit einer Prise der wohlklingenden französischen Sprache. Das alles sind Zutaten dieses Buches. Wir Leser können das Gericht nur genießen.