"Offene See" von Benjamin Myers
Wenn Sie dieses Buch lesen, dann wird es Ihnen vorkommen, als ob Sie auf einer Wiese liegen und den Tag genießen. ☀️
Die Handlung spielt in England kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Der junge Robert Appleyard, ist gerade mal 16 Jahre alt. Für ihn ist der Krieg bereits eine „Abstraktion, eine Erinnerung zweiten Grades, die bereits zu verblassen scheint“. Während seine Kammeraden ihre Zukunft zuhause im Bergbau sehen, befällt den Robert Fernweh und Wunsch nach Abenteuer. Die Natur entdecken, die Heidelandschaften, Wälder, Moore, Berge, Schluchten und Täler Englands zu durchwandern, sich am Meer satt sehen, das ist sein Ziel. Er packt alles Notwendige in einen Rucksack. Von der Kleidung zum wechseln, über Töpfe und Besteck, bis zur Schaufel für das Geschäft im Freien, darf nichts fehlen. Von der Mutter bekommt er einen kleinen Proviant an Lebensmitteln, eingewickelt in einen Waschlappen, verbunden mit der Bitte, den Waschlappen ja jeden Tag einmal zu benutzen. Seite für Seite folgen wir dem jungen Mann auf seiner Reise, auf der er vieles erlebt, vieles sieht und vieles lernt. Sein großer Wunsch ist es, das Meer, den Ozean zu entdecken. Eines Tages, kurz vor seinem Ziel, trifft er auf ein Cottage, einen Hund namens Butters und auf die, wie er sagt, seltsame Frau namens Dulcie, eine Lebenskünstlerin. Bei Dulcie lernt er, den Brennnessel-Tee zu trinken, sieht und schmeckt zum ersten Mal in seinem Leben eine Zitrone, lernt Hecken schneiden, ein Häuschen Reparieren und er lernt und entdeckt noch vieles Mehr.
Das Buch ist so wunderbar geschrieben, dass die Sätze wie ein kühles Getränk in uns einfließen und wir sie einfach nur genießen. Lassen Sie sich von Myers in eine wunderbare Literaturwelt entführen.