Gemeinde Rodenbach reaktiviert Amphibienbiotop in der Kinzigaue
Nachdem schon im Oktober 2014 Büsche und Bäume im Bereich des Siebenmeterloches entfernt wurden, sind jetzt im Winter bestehende Tümpel entschlammt und vergrößert worden. Bürgermeister Klaus Schejna, Umweltberaterin Silke Fees und der Leiter der Abteilung Naturschutz beim Main-Kinzig-Kreis Bernd Leutnant überzeugten sich in den vergangenen Tagen von der gelungenen Reaktivierung des großflächigen Feuchtbiotopes im sogenannten „Siebenmeterloch“.
Ziel der Maßnahme ist es, zum einen Lebensraum für Amphibien zu schaffen und zum anderen den Mündungsbereich des Rodenbaches in die Lache aufzuwerten.
Das „Siebenmeterloch“ ist ein Stück des alten Lachelaufes, der wohl vor einigen Hundert Jahren durch eine Abzweigung der Kinzig entstanden ist. Der alte Verlauf, der aus einem System von „Löchern“ bestand, die durch eine Art Graben verbunden waren, wurde hier nicht oder nur teilweise verfüllt.
Vor über dreißig Jahren hatte der örtliche Naturschutz alte „Lachelöcher“ vergrößert bzw. neue Tümpel angelegt. Die Tümpel sollten u.a. als Lebensraum für Amphibien wie Grünfrosch, Grasfrosch und Laubfrosch dienen. Darüber hinaus wurde im Bereich der Mündung des Rodenbaches in die Lache ein Sandfang angelegt, der die großen Sandfrachten des Rodenbaches zurückhalten soll und das Wasser floss über einzelne nachgeschaltete Tümpel in die Lache.
Der Bereich des „Siebenmeterloches“ wird nicht landwirtschaftlich genutzt und die Tümpel sind im Laufe der folgenden Jahrzehnte sehr stark verbuscht und es hat sich ein Baumbestand von Weiden und Erlen entwickelt, der zur großen Verschattung und Verschlammung der Wasserflächen geführt hat. Die Feuchtbiotope können somit ihre Funktion als Amphibienbiotop nicht mehr erfüllen. Der Sandfang wurde zwar regelmäßig geräumt, jedoch war der Abfluss des Wassers des Rodenbaches in die Lache gestört.
Zur Verbesserung des Lebensraumes und Herstellung eines Trittsteinbiotopes für Amphibien hat nun die Untere Naturschutzbehörde aus Mitteln der Ersatzzahlungen für Eingriffe in Natur und Landschaft, die Entfernung von Weiden und Erlen sowie die Entschlammung und Vergrößerung eines Tümpels an der Lache finanziert.
Die Gemeinde Rodenbach hat darüber hinaus noch den Sandfang geräumt und die nachgeschalteten Tümpel entschlammt. Jetzt kann das Wasser wieder besser abfließen, was sich auch positiv auf den Wasserabfluss in der Ortslage von Niederrodenbach auswirken dürfte.