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02.06.2026

Stolpersteinverlegung in Rodenbach: Zeichen der Erinnerung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Gunter Demnig bei der Verlegung der Stolpersteine
Gunter Demnig bei der Verlegung der Stolpersteine

Sehr geerte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Der 26. Mai 2026 war für unsere Gemeinde Rodenbach ein bewegender und würdiger Tag. Erstmals wurden Stolpersteine zur Erinnerung an die Familie Blumenthal sowie an das Leid der Opfer des Nationalsozialismus verlegt.

Besonders beeindruckt hat mich die große Anteilnahme unserer Bürgerinnen und Bürger. Mehr als 100 Menschen nahmen an der Verlegung teil und setzten damit gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Ausgrenzung. Dieses starke Bekenntnis zu Erinnerung, Menschlichkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt hat mich sehr bewegt.

Für einen besonders würdigen Rahmen sorgte die musikalische Begleitung durch das Trio mit Rike Alpermann-Wolf. Auch die Abendveranstaltung mit dem Künstler Gunter Demnig im Medientreff stieß auf große Resonanz und war bis auf den letzten Platz besetzt. Herr Demnig berichtete eindrucksvoll über die Entstehung und Bedeutung des Kunst- und Erinnerungsprojekts „Stolpersteine“ und gewährte zugleich sehr persönliche Einblicke in sein langjähriges künstlerisches Wirken und seinen Lebensweg.

Mein herzlicher Dank gilt auch dem Rodenbacher Blasorchester für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung des Abends.

Ebenso danke ich Matthias Basile vom Geschichtsverein für seinen gelungenen Rückblick und Ausblick sowie Nico Deeg und der Jüdisch Chassidischen Kultusgemeinde Breslev Deutschland für die Mitgestaltung dieses besonderen Tages.

Darüber hinaus möchte ich allen Beteiligten, Unterstützerinnen und Unterstützern meinen aufrichtigen Dank aussprechen – dem Geschichtsverein Rodenbach, Walter Geppert, Frau Malangré sowie allen Helferinnen und Helfern, die diesen Tag ermöglicht und mitgetragen haben.

Die nun verlegten Stolpersteine sind weit mehr als reine Erinnerungszeichen. Sie holen die Namen und Geschichten der Menschen zurück mitten in unsere Gemeinde und machen sie dauerhaft sichtbar. Zugleich markieren sie nicht das Ende dieses Erinnerungsweges. Bereits im Oktober sollen weitere Stolpersteine in Rodenbach verlegt werden.

Ich freue mich, dass wir diesen Weg des Erinnerns gemeinsam weitergehen. Als Gemeinde Rodenbach werden wir auch künftig Verantwortung für die Erinnerungskultur übernehmen und dafür sorgen, dass die Schicksale der Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Ihr

Klaus Schejna
Bürgermeister


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