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02.06.2026

Spatenstich zum Bau der Bildungs- und Begegnungsstätte »RoBBe«

Teilnehmer des Spatenstichs
Teilnehmer des Spatenstichs

Die Gemeinde Rodenbach setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft seiner sozialen Infrastruktur: Mit dem offiziellen Spatenstich am 29. Mai 2026 beginnt der Bau der neuen Bildungs- und Begegnungsstätte „RoBBe“ in der Buchbergstraße. Das Projekt zählt zu den größten kommunalen Investitionsvorhaben der vergangenen Jahre und vereint künftig moderne Kinderbetreuung, Familienangebote, Beratungs- und Begegnungsmöglichkeiten sowie soziale Dienstleistungen an einem zentralen Standort in der Ortsmitte.

Als Bauherr verantwortet die Gemeinde Rodenbach, vertreten durch das Hochbauamt, die Umsetzung des Gesamtprojekts. Nutzer der neuen Einrichtung wird das Amt für Familie, Senioren und Soziales sein. Mit der „RoBBe“ entsteht ein generationenübergreifender Treffpunkt, der Bildung, Betreuung und gesellschaftliches Miteinander nachhaltig miteinander verbindet.

Die Umsetzung erfolgt in drei Bauabschnitten bis zum Jahr 2030. Zunächst entsteht eine neue zweigeschossige Kindertagesstätte mit integrierter Kindertagespflege. Nach deren Fertigstellung wird die bestehende Kita zurückgebaut, bevor im dritten Bauabschnitt das neue Familienzentrum realisiert und das Gesamtareal fertiggestellt wird. Die Rohbauarbeiten starten am 22. Juni 2026. Die Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte ist für Januar 2028 vorgesehen.

Insgesamt investiert die Gemeinde rund 24,49 Millionen Euro brutto in das Gesamtprojekt. Davon entfallen etwa 12,75 Millionen Euro auf den ersten Bauabschnitt mit dem Neubau der Kindertagesstätte. Die weiteren Bauabschnitte mit Rückbau und Familienzentrum umfassen rund 11,74 Millionen Euro.

Die neue Kindertagesstätte bietet künftig Platz für bis zu 147 Kinder. Geplant sind moderne Gruppenräume auf zwei Ebenen, ergänzt durch Bewegungs- und Mehrzweckräume, Küchen- und Speisebereiche, Personal- und Besprechungsräume sowie zusätzliche Flächen für die Kindertagespflege. Die bestehenden Gebäude der heutigen Kita Buchbergstraße stammen aus dem Jahr 1973 und entsprechen inzwischen weder den räumlichen noch den funktionalen Anforderungen an eine zeitgemäße Kinderbetreuung.

Auch das geplante Familienzentrum wird vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten. Vorgesehen sind unter anderem ein teilbarer Gemeinschaftssaal, Beratungs- und Veranstaltungsräume sowie flexible Flächen für soziale, kulturelle und integrative Angebote. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Räume für die Gemeindeverwaltung.

Mit dem Projekt verfolgt die Gemeinde das Ziel, einen zentralen Ort für Begegnung und gesellschaftlichen Austausch zu schaffen. Künftig sollen hier Angebote für Kinder, Familien, Seniorinnen und Senioren ebenso Platz finden wie kulturelle Veranstaltungen, Integrationsprojekte und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Die Entwicklung des Projekts reicht mehr als ein Jahrzehnt zurück. Bereits 2012 begannen erste Gespräche über den Erwerb des benachbarten Grundstücks des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums. Mit dem Kauf des Areals im Jahr 2018 wurde schließlich die Grundlage für die heutige Planung geschaffen.

Um den hohen städtebaulichen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden, führte die Gemeinde ein europaweites Wettbewerbsverfahren durch. Ziel war es, eine architektonisch und städtebaulich überzeugende Lösung für das rund 5.000 Quadratmeter große Gelände zu entwickeln. Den Zuschlag erhielt 2020 der Entwurf des Kölner Büros mvm+starke gemeinsam mit ClubL94. Besonders überzeugt haben die klare städtebauliche Struktur, die sensible Einbindung in die Umgebung sowie die neu entstehenden Freiflächen und Aufenthaltsbereiche zwischen Rathaus, Schule und Kindertagesstätte.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Bauweise. Die Neubauten werden als moderne Holz-Hybridkonstruktionen mit Massivholz- und Brettsperrholzelementen errichtet und erfüllen hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Gefördert wird das Vorhaben über das Bundesprogramm „Klimafreundlicher Neubau von Nichtwohngebäuden – Kommunen“. Hierfür erhält die Gemeinde Rodenbach einen Zuschuss in Höhe von 606.400 Euro netto.

Voraussetzung für die Förderung ist die Einhaltung anspruchsvoller Nachhaltigkeitsstandards nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sowie des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude. Im Zuge der Planung wurden daher umfangreiche Untersuchungen zu Baugrund, Klimaschutz, Immissionsschutz und geothermischen Potenzialen durchgeführt.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung des Projekts wurde fortlaufend überprüft und optimiert. Durch gezielte Überarbeitungen konnten gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung Einsparungen von rund 930.000 Euro erzielt werden.

Die Planungsleistungen der ersten Projektphasen wurden durch mvm+starke Architekten aus Köln erbracht. Mit den weiteren Leistungsphasen wurde die CNK Planungsgesellschaft mbH aus Hanau beauftragt. Derzeit laufen die vorbereitenden Maßnahmen für den Baustart sowie die Vergaben weiterer Gewerke.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten startet nun die sichtbare Umsetzung eines Projekts, das die Ortsmitte Rodenbachs langfristig prägen wird. Die Bildungs- und Begegnungsstätte „RoBBe“ soll künftig ein moderner, nachhaltiger und lebendiger Mittelpunkt für Bildung, Betreuung, Begegnung und soziale Teilhabe in Rodenbach werden.

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